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Juli 2, 2011 at 10:06pm
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Im Jahre 2007 wurde Brasiliens wichtigste Stadt São Paulo die erste ausserhalb eines kommunistischen Landes welche eine radikale, fast völlige Verbannung von Werbung im Freien umgesetzt hat. Bekannt als die modernste und lebhafteste Stadt des Landes einerseits und für ihre extremen Bandenkriege, Gewalt und völlige Armut andererseits, ist São Paulos »Lei Cidade Lima« oder Gesetz zur Stadtsäuberung ein unerwarteter Erfolg — hauptsächlich wegen der Durchsetzungskraft des konservativen Bürgermeisters Gilberto Kassab.

Der Motor hinter dieser Massnahme, Bürgermeister Kassab, konnte die Rebellion aus der Werbebranche mit Hilfe wichtiger Alliierter, wie der Elite der Stadt, unterdrücken. Bei vielen Gelegenheiten betonte Kassab, er hätte nichts gegen Werbung an sich, sondern gegen deren ausufernden Exzesse. Er erklärte »Das Gesetz zur Stadtsäuberung war notwendig um die Umweltverschmutzung… die Verschmutzung des Wassers, der Luft, Lärm und auch der Sicht zu bekämpfen. Wir entschieden wir sollten damit anfangen die auffälligste Form der Verschmutzung zuerst anzugehen… die visuelle Verschmutzung.«

Flickr-Album von Tony de Marco
http://www.flickr.com/photos/tonydemarco/sets/72157600075508212/

Carl D. Goerdeler: Mehr Sicht, brand eins Ausgabe 10/2007
http://www.brandeins.de/archiv/magazin/fortschritt-kann-so-einfach-sein/artikel/mehr-sicht.html

Alex Rühle: Werbepause - Sao Paulo hängt Plakate ab, SZ vom 14.08.2007
http://www.sueddeutsche.de/kultur/sao-paulo-haengt-plakate-ab-werbepause-1.225638

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Anmerkungen

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