crisp-n-creamy

Mai 16, 2012 at 10:23pm
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crisp zieht um – crisp-n-creamy bleibt

crisp zieht um nach Frankfurt – neuer Job, neue Wohnung (so gut wie) und viele, viele neue Eindrücke. Deshalb »wandert« der geografische Schwerpunkt dieses Blogs nun auch von NRW an den Main. Ich hoffe, Ihr haltet mir trotzdem die Treue… und ich werde euch weiterhin von Zeit zu Zeit mit meinen Eindrücken von Kunst und Kultur »konfrontieren«.

Frankfurt CityScape – fotografiert von crisp
http://www.flickr.com/photos/ad-wandler/sets/72157629958322103/
http://www.flickr.com/photos/ad-wandler/sets/72157629586730074/

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9:58pm
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Zimmermann & de Perrot – Hans was Heiri

»Jemandem das Gewohnte wegnehmen, jemanden zu verunsichern, jemanden dazu bringen – fast nötigen – eben wieder da »herauszukommen«… eine neue Art zu reagieren. Da wird’s spannend. Wenn jemand das Gewohnte, die Sicherheit verliert, da erzählt er viel von sich, da wird er fragile. Und da ist der Mensch berührend und schön. Das interessiert uns alles – und das wollen wir auch zeigen.«

Wer »Hans was Heiri« gesehen hat, ahnt, dass die tiefste Weisheit am Ende ein großes Gelächter sein könnte. Denn nichts ist gewiss, nicht einmal das. Und so verwandeln und verdrehen Martin Zimmermann und Dimitri de Perrot in ihrer neuesten Arbeit mit diebischem Vergnügen alles, was ihnen in die Finger kommt: Menschen, Gegenstände, Räume und Situationen.

Es ist ein Theater ohne Worte, aber mit umso beredteren Bildern, die mit der Illusion spielen, was man sehe, das wisse man auch. Dafür nutzen sie überaus wandlungsfähige Bühnenelemente – kippende Wände, ein rotierendes Haus, zweckentfremdete Möbel – die alle nicht bleiben, was sie zu sein scheinen. »Hans was Heiri« ist Schwyzerdütsch und heißt so viel wie »Jacke wie Hose«, Hans oder Heinrich, ist doch egal. Mit Schalk und Witz, aber auch Wut und Tiefgang zeigen Zimmermann & de Perrot zusammen mit Zirkusartisten und Tänzern das Einerlei im Allerlei, das verborgen Gemeinsame hinter den Fassaden der Individualität. Denn was ist das Leben schon anderes als ein großes Scheitern bei dem Versuch, individuell und einzigartig zu sein?
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Movimentos - Festwochen der Autostadt, Wolfsburg
16. – 19. Mai 2012
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Homepage von Martin Zimmermann und Dimitri de Perrot
http://www.zimmermanndeperrot.com

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März 28, 2012 at 1:29pm
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Simone Nieweg – Natur der Menschen

Simone Nieweg wurde 1962 in Bielefeld geboren. Sie studierte Fotografie an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Bernd Becher.

Simone Nieweg ist Landschaftsfotografin mit internationalem Ansehen und komponiert mit großer Sorgfalt Bilder von Feldern, Wäldern und Gärten, deren kompositorische Genauigkeit ihre Arbeit unverwechselbar macht. Es geht ihr insbesondere um das Zusammenspiel von Natur und menschlicher Kultur: Wie nutzen Menschen die Natur, wie gestalten sie Natur, wie entfremden sie Natur von ihrem Ursprung? So verbinden sich in Niewegs Bildern Schönheit, dokumentarische Genauigkeit und Kritik und finden zum Gleichgewicht einer geschlossenen Bildvorstellung.

Aktuelle Ausstellung:
»Simone Nieweg - Natur der Menschen«
Quadrat Bottrop, Im Stadtgarten 20
12. Februar bis 27. Mai 2012, Di-Sa 11-17 Uhr, So 10-17 Uhr

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März 8, 2012 at 2:51pm
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Holes of Happiness

Blumen statt Schlaglöchern – Guerilla Gardening im Londoner Eastend… einfach ‘mal hinschauen und sich freuen!

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Website von »the pothole gardener«
http://thepotholegardener.com/

Clips von »the pothole gardener« bei YouTube
http://www.youtube.com/user/thepotholegardener

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Februar 23, 2012 at 11:35am
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Schrecklich schön

In seinem Fotobuch The Raw and the Cooked zieht Peter Bialobrzeski die Essenz aus den Beobachtungen seiner einzigartigen Fotoserien über die Entwicklung der asiatischen Megastädte und deren Slums: Ausgehend von der einfachsten, von den Bewohnern selbst gezimmerten vernacular architecture, die sich am menschlichen Maß orientiert und vorgefundene Baustoffe verwendet, spannen seine Bilder den Bogen bis hin zur Maßlosigkeit der Reißbrettstädte aus Glas, Stahl und Beton. Immer höher klettern die Gebäude, immer verschwenderischer wird mit Ressourcen umgegangen, unbarmherzig verdrängt das Neue das Alte. Einzigartige Fotografien aus 14 Ländern zeigen einen »Fortschritt«, der Unbehagen und Beklommenheit auslöst.

Website von Peter Bialobrzeski
http://www.peter-bialobrzeski.de/

Hatje Cantz Verlag – Website zum Buch »The raw and the cooked«
http://www.hatjecantz.de/controller.php?cmd=detail&titzif=00003192

Aktuelle Ausstellung: Peter Bialobrzeski »Habitat« im Forum für Fotografie, Schönhauser Str. 8 , 50968 Köln vom 14.01.2012 bis 11.03.2012
Infos: http://www.forum-fotografie.info/

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Februar 22, 2012 at 1:07pm
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Melrose & Fairfax – A celebration of street art in Los Angeles →

Januar 25, 2012 at 12:30pm
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Nem tetszik a rendszer – I don´t like the system

Ungarn: Nur wenige Tage nach der Ernennung des rechtsextremen Schauspielers György Dörner zum Direktor des »Neuen Theaters« in Budapest im Oktober 2011 und der gleichzeitigen Ernennung des rechtsextremen Dramatikers István Csurka zum neuen Intendanten des Hauses, erschien auf youtube das am derzeitigen Zustand im eigenen Land Kritik übende Video »Nem tetszik a rendszer« (I don’t like the system) der ungarischen Sängerin Karsay Dorottya. Zu einem guten Zeitpunkt um dem vorwärtsschreitenden Rechtsdrift im eigenen Land (rechtspopulistische Regierungspartei Fidesz und Einführung des neuen Mediengesetzes) Paroli zu bieten. Mittlerweile zählt der Clip fast 665.000 Klicks und wird auch im Ausland wahrgenommen. Sehr treffend ist die Metapher der rückwärts gehenden Menschen.

Obwohl das ungarische Verfassungsgericht Teile des umstrittenen Mediengesetzes im Bereich Print- und Onlinemedien im Dezember letzten Jahres gekippt hat, wurde nur einen Tag nach der Entscheidung der einzige oppositionelle Radiosender Ungarns »Klubradio« durch Weitergabe ihrer Sendefrequenz an einen noch unbekannten Mitbewerber zum neuen Jahr faktisch mundtot gemacht.

Im Video gibt’s übrigens auf der youtube-Homepage auch englische Untertitel… für alle nicht der ungarischen Sprache mächtigen Menschen…

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Dezember 6, 2011 at 1:36pm
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Ich wäre auch gerne Architekt oder Psychoanalytiker, Soziologe – aber das ist nicht von Bedeutung. Es geht nicht um das ‘Was’ ich mache, sondern ‘Wie’ ich das mache. Wenn ich einen anderen Beruf hätte, würde ich mich genau so engagieren – das ist mein System. Ich setze mir nicht den Kopf eines Politikers auf um ihn dann abzuschrauben und den Kopf des Fotografen aufzusetzen. Es ist immer der gleiche Kopf, der sich mit dem Leben und der Gesellschaft auseinandersetzt. Letztendlich bin ich genauso wenig Politiker wie Fotograf – ich bin einfach nur ein Mensch, der in allem eine bestimmte intensive Qualität erreichen will.

Ich habe die Werbung in die Krise gestürzt. Niemand hatte den Mut das Gleiche zu tun, weil man in der Werbewelt Sicherheit braucht. Sicherheit ist das Gegenteil von Kreativität. Um kreativ zu sein musst du völlig unsicher sein. In einer Welt, die so viel Kapital investiert, will man keine Fehler machen – sie hat Angst. Also ist sie auf der ständigen Suche nach Konsens. Aber wenn man den Konsens sucht, produziert man nur Mittelmaß. Deshalb sind alle, die immer nur nett und lieb sein wollen, mittelmäßig.

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Oliviero Toscani, Fotograf
http://toscani.com/

Toscani wurde bekannt durch die kontroversen Benetton-Werbekampagnen, die er von 1982 bis 2000 entwarf.


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Oktober 20, 2011 at 4:00pm
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PAUSE

Crisp-n-creamy macht Pause bis Ende November. Bis dahin sind wir unterwegs in Indien… Natürlich auch hier immer mit offenen Augen zum Thema “Öffentlicher Raum”.

Namaste!

Oktober 1, 2011 at 12:06am
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Aakash Nihalani - »paper tape on wall, New York«

»My street work consists mostly of isometric rectangles and squares. I selectively place these graphics around New York to highlight the unexpected contours and elegant geometry of the city itself.

For however briefly, I am trying to offer people a chance to step into a different New York than they are used to seeing, and in turn, momentarily escape from routine schedules and lives.«

Homepage von Aakash Nihalani
http://www.aakashnihalani.com/

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September 30, 2011 at 11:12pm
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Big yellow Rabbit

Und noch einmal Florentijn Hofman: Das »Stor Gul Kanin« oder auch Big Yellow Rabbit war als Teil des OpenART Festivals bis zum 11. September in der schwedischen Stadt Örebro zu bewundern. Auf dem historischen Großen Markt, dem Stortorget, wo auch die Hauptkirche der Stadt und das Rathaus stehen, lag ein überdimensionales, 13 x 16 x 16 Meter großes gelbes Kaninchen — gefertigt aus Beton, Metall, Holz und aus vor Ort hergestellten Schindeln. Dabei streckte der Big Yellow Rabbit seinen dicken Hintern geradewegs gegen die auf dem Platz stehende Statue des schwedischen Freiheitskämpfers Engelbrekt Engelbrektsson.

»By throwing a huge cuddly toy into a public space, Hofman asks, ‘What’s the use and purpose of public space?’ The change of scale completely changes the function and feeling of the cuddly rabbit as well its surrounding environment. With this work in Örebro, Hofman wants to change the perspective of the Stortorget and the Engelbrekt monument, as well as the relationship between the sculpture and his viewers.«

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10:57pm
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feelin’ blue …

Florentijn Hofman: »Beukelsblauw«

»Beukelsblauw« war ein Kunstprojekt von Florentijn Hofman in Rotterdam von 2004 bis 2006. Von Anfang an war klar, dass es sich bei dem Projekt nur um eine temporäre Installation handeln würde – solange bis in diesem Bereich eine neue Bebauung entstehen würde. Das Gebäude wurde 2006 abgerissen.

Beukelsblauw ist ein gutes Beispiel dafür wie Kunst die Wahrnehmung von Raum und Stadt verändern kann.

Homepage von Florentijn Hofman
http://www.florentijnhofman.nl/

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September 11, 2011 at 11:54pm
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Cityleaks Urban Art Festival

»Wenn die Wände weiß sind, hat das Volk nichts zu melden«
Chinesisches Sprichwort.

Urban Art bedeutet Kunst im öffentlichen Raum, egal ob sie als Malerei, Installation oder Performance entsteht, in der realen oder der virtuellen Welt. Was in den 1970er-Jahren in der New Yorker Graffiti-Szene begann, ist längst eine eigenständige Kunstform.

Mit dem Urban Art Festival CityLeaks 01 wird der Fokus der internationale Kunstwelt nach Köln gerichtet, wenn sich die Größen der Urban Art erstmalig konzentriert in dieser Stadt zusammen finden und ihre Werke realisieren.

Der Festivalname CityLeaks verweist auf die Philosophie des Nicht-Schweigens. Es zeigt, dass Kunst sich nicht zensieren lässt. Streetart insbesondere versucht subversiv auf Missstände hinzuweisen. Aufgrund ihrer Exponiertheit im öffentlichen Raum ist Streetart jedem zugänglich und gleichzeitig angreifbar. Mit dem CityLeaks Festival 2011 wollen die Veranstalter die Aufmerksamkeit in der Gesellschaft für die Streetart stärken.

Urban Art Festival CityLeaks 01
05. bis 25. September 2011
Rheinlandhalle, Heliosgelände, Venloer Str. 389, Köln

http://www.cityleaks-festival.de/

Der Belgier ROA hat sein Mural fertiggestellt. Der gehäutete Hase hängt in der Senefelderstr. 5.
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Juli 5, 2011 at 1:17am
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ANAMORPHIC TYPOGRAPHY
Alles eine Frage des Blickwinkels

Als eine Anamorphose bezeichnet man Bilder, die nur unter einem bestimmten Blickwinkel bzw. mittels eines speziellen Spiegels oder Prismensystems erkennbar sind.

Joseph Egan und Hunter Thomson — beide Absolventen der Chelsea School of Art and Design — haben im Rahmen ihrer Abschlussarbeit eine Installation realisiert, die sich mit anamorpher Typographie beschäftigt. Die Schriftzüge, die sich an den Wänden befinden aber frei im Raum zu schweben scheinen, »spielen« mit dem Verhältnis zwischen Grafikdesign und Architektur.

Einer der bedeutenden Vertreter der anamorphen Kunst ist Felice Varini. Der Künstler, geboren 1952 in Locarno, versteht sich in erster Linie als Maler. Als Hintergrund für seine Gemälde nutzt er vorhandene Räume und Architektur und schafft so faszinierende Kunst im öffentlichen Raum, die häufig spielerisch mit der Zwei- und Dreidimensionalität umgeht. Sein Werk greift die räumlichen, geschichtlichen und zweckgerichteten Gegebenheiten des jeweiligen Ortes auf.

http://de.wikipedia.org/wiki/Anamorphose

Blog von Joseph Egan
http://colourblinddesign.blogspot.com/

Felice Varini - Homepage
http://www.varini.org/

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Juli 2, 2011 at 10:06pm
10 Anmerkungen

NO LOGO

Im Jahre 2007 wurde Brasiliens wichtigste Stadt São Paulo die erste ausserhalb eines kommunistischen Landes welche eine radikale, fast völlige Verbannung von Werbung im Freien umgesetzt hat. Bekannt als die modernste und lebhafteste Stadt des Landes einerseits und für ihre extremen Bandenkriege, Gewalt und völlige Armut andererseits, ist São Paulos »Lei Cidade Lima« oder Gesetz zur Stadtsäuberung ein unerwarteter Erfolg — hauptsächlich wegen der Durchsetzungskraft des konservativen Bürgermeisters Gilberto Kassab.

Der Motor hinter dieser Massnahme, Bürgermeister Kassab, konnte die Rebellion aus der Werbebranche mit Hilfe wichtiger Alliierter, wie der Elite der Stadt, unterdrücken. Bei vielen Gelegenheiten betonte Kassab, er hätte nichts gegen Werbung an sich, sondern gegen deren ausufernden Exzesse. Er erklärte »Das Gesetz zur Stadtsäuberung war notwendig um die Umweltverschmutzung… die Verschmutzung des Wassers, der Luft, Lärm und auch der Sicht zu bekämpfen. Wir entschieden wir sollten damit anfangen die auffälligste Form der Verschmutzung zuerst anzugehen… die visuelle Verschmutzung.«

Flickr-Album von Tony de Marco
http://www.flickr.com/photos/tonydemarco/sets/72157600075508212/

Carl D. Goerdeler: Mehr Sicht, brand eins Ausgabe 10/2007
http://www.brandeins.de/archiv/magazin/fortschritt-kann-so-einfach-sein/artikel/mehr-sicht.html

Alex Rühle: Werbepause - Sao Paulo hängt Plakate ab, SZ vom 14.08.2007
http://www.sueddeutsche.de/kultur/sao-paulo-haengt-plakate-ab-werbepause-1.225638

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